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    Jusos Leipzig laden zur Diskussion zu den Veräußerungsplänen der LVV
    Montag, 16. Januar 2012

     SPD Jugend setzt sich mit der Zukunft von perdata und HLkomm auseinander

    Am Dienstag, den 17. Januar 2012, lädt der Arbeitskreis Stadtrat der Jusos Leipzig alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in die SPD-Regionalgeschäftsstelle in der Rosa-Luxemburg-Straße 19/21 ein. Ab 19.00 Uhr soll gemeinsam über die geplanten Veräußerungen von perdata und HLkomm sowie die Zukunft der LVV diskutiert werden.

    Dazu der Leipziger Juso- Vorsitzende Jan Freundorfer: „Wir Jusos stehen zu der Verantwortung der Stadt und sehen in den Unternehmen der kommunalen Daseinsfürsorge eine tragende Säule für das Funktionieren der Stadtgesellschaft. Daher bedarf es einen intensiven Diskussionsprozesses, ob und warum die Stadt Veräußerungen von kommunalen Eigentum vornehmen soll. In diesem Zusammenhang sehen wir auch das enge Zeitfenster, welches die Verwaltung dem Stadtrat für seine Entscheidung vorgibt, kritisch.“

    Die Jusos Leipzig positionieren sich regelmäßig auf ihren Vollversammlungen zu der Frage kommunalen Eigentums. In diesem Zusammenhang lehnen diese eine Veräußerung von perdata oder HLkomm ab.

    „Der Bürgerentscheid zum Teilverkauf der Stadtwerke hat gezeigt, dass es in Leipzig eine Bürgerschaft gibt, die Privatisierungsvorhaben öffentlichen Eigentums sehr kritisch gegenüber steht. All das kommunale Eigentum, welches das Vermögen der Stadt mehrt und somit die Ausgaben und Leistungen der Stadt sichert, sollte nicht leichtfertig aus der Hand gegeben werden. Nur um kurzfristig die Haushaltslöcher zu stopfen, die langfristige Handlungsfähigkeit aufzugeben, ist unverantwortlich gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern.“, so der SPD-Stadtrat Tino Bucksch abschließend.

     

     
    Jusos kritisieren Entscheidung zum Weiterbildungsgesetz
    Mittwoch, 11. Januar 2012

     Gesetzlicher Rechtsanspruch schafft Sicherheit und ist nötig  

    Die Jusos Sachsen kritisieren die Entscheidung des sächsischen Staatsministers für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok, sich gegen eine gesetzliche Regelung zur Weiterbildung auszusprechen.

    Dazu der Juso-Landesvorsitzende Tino Bucksch: „Wenn der geistige Vater der Idee, Fachkräfte mit Eierschecke nach Sachsen zu locken, mir weis machen möchte, dass seine Vorstellung von Weiterbildung näher an der Lebensrealität der Menschen  ist, dann ist diese Äußerung von Staatsminister Morlok einfach absurd. Die Arbeitnehmer brauchen in der Frage der Weiterbildung Rechtssicherheit gegenüber den Arbeitgebern. Ein gesetzlicher Anspruch auf einen bezahlten Weiterbildungsurlaub ist hierbei die richtige Antwort.“

    Die Jusos Sachsen sehen schon seit langem auch in einem gesetzlichen Anspruch auf Weiterbildung ein adäquates Mittel, um dem Anspruch des lebensbegleitenden Lernens gerecht zu werden.

    Tino Bucksch abschließend: „Die Phase des Lernens endet nicht mit einem Hochschulabschluss oder dem erfolgreichen Bestehen der Ausbildung. Berufliche, politische oder allgemeine Weiterbildung ist wichtiger denn je. Auch für Arbeitnehmer sollte dies gelten. Dies gegenüber den Arbeitgebern durchzusetzen, bedarf einer gesetzlichen Regelung, die den Ansprüchen der Arbeitnehmern gerecht wird. Hier einzig auf Appelle an die Arbeitgeber zu setzen, ist der falsche Anreiz.“

     
    Berliner Erklärung - Erster Schritt für gesetzliche Quote
    Dienstag, 20. Dezember 2011

     Jusos Sachsen fordern endlich konsequente Umsetzung der Gleichstellung

     Die sächsischen Jungsozialistinnen und Jungsozialisten begrüßen, dass mit der „Berliner Erklärung“ nun ein breites gesellschaftliches Bündnis öffentlich eine verbindliche Frauenquote für Aufsichtsräte börsennotierter, mitbestimmungspflichtiger und öffentlicher Unternehmen in Deutschland fordert. „Endlich setzt sich auch bei uns in Deutschland die Erkenntnis durch, dass wir mit freiwilligen Vereinbarungen nicht weiterkommen“, so Tino Bucksch, Landesvorsitzender der Jusos Sachsen.

    Damit sei das Ziel der Gleichstellung aber noch nicht erreicht. „Das ist ein erster Schritt“ macht Bucksch deutlich. „Schon viel zu lange ringen CDU/CSU und FDP um eine klare Position. Flexiquote von Ministerin Schröder, leere Versprechungen von Ministerin von der Leyen: Gleichstellungspolitik mit Herz und Hand sieht anders aus. Die SPD und die Jusos zielen auf eine verbindliche, gesetzlich 40-Prozentquote nicht nur in Aufsichtsräten, sondern auch in Vorständen deutscher Konzerne“. Einen entsprechenden Gesetzentwurf wird die SPD- Bundestagsfraktion zur Abstimmung im Bundestag stellen.

    „Mit einer gesetzlichen Quote von 40 Prozent werden Frauen, die sich für Kinder entscheiden, auch nicht mehr von Aufstiegchancen ausgeschlossen. Die Unternehmen sind endlich gezwungen, mehr zu tun, als nur Absichten zu erklären. Wie lange will die deutsche Wirtschaft noch ignorieren, dass Frauen bessere Abschlüsse als die Männer vorweisen? Unsere Frauen haben starke und klare politische Rahmenbedingungen die mit diskriminierenden Zuständen aufräumen, verdient. Die Jusos begrüßen ausdrücklich, dass damit eine progressive Frauenpolitik in den Bereichen Familie und Arbeit endlich beginnen kann. Gleichzeitig kann diese Quote nur ein Anfang an sein um Frauen in allen Branchen und auf allen Ebenen endlich verantwortungsvollere Aufgaben zu übertragen und sie dafür auch entsprechend zu bezahlen.“, so Bucksch weiter.

    „Wir Jungsozialistinnen und Jungsozialisten fordern CDU/CSU und FDP auf, dem Gesetzentwurf der SPD im Bundestag zuzustimmen. Dann ist die gläserne Decke durchbrochen“, stellte Bucksch abschließend fest.

     
    Jusos begrüßen Erhalt des Jugendstadtrats
    Freitag, 16. Dezember 2011

     Leipziger Stadtrat bewilligte Mittel zur Fortführung des Projektes

     Die Jusos Leipzig begrüßen den Beschluss des Leipziger Stadtrates vom 15. Dezember 2011 die Projektförderung des Jugendstadtrates für 2012 fortzuführen.

    „Die Jusos Leipzig haben sich schon in den vergangenen Jahren für eine breite und partizipative Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Kommune ausgesprochen. Nicht erst seit dem Demokratiekongress ist klar, dass auch diese Gruppen bei Belangen, die sie betrifft, in den Entscheidungsprozess mit eingebunden werden müssen. Für uns Jusos ist Jugend- und Kinderbeteiligung ein Instrument der Politikverdrossenheit frühestmöglich entgegen zu wirken.“, so der Vorsitzende der SPD Jugend, Jan Freundorfer.

    Die Jusos fordern nicht nur die Einrichtung von Jugendstadt- und bezirksräten sondern sehen in Zukunftswerkstätten, Runden Tischen und offenen Foren sinnvolle Instrumente, um Kinder- und Jugendbeteiligung zu garantieren.

    „Auch wenn der Jugendstadtrat in seiner Form stark an des parlamentarische Modell angelehnt ist, so sehe ich in diesem einen ersten Schritt, die Interessen von Jugendlichen in der Stadt stärker zum Vorschein zu bringen. Die Jugendlichen müssen jetzt im zweiten Schritt bei einer Vielzahl an Themen beteiligt und gehört werden. Über demokratische Meinungsbildung muss auch deren Votum für den Stadtrat einen bindende Wirkung entfalten.“, ergänzt der SPD-Stadtrat Tino Bucksch abschließend.

     
    Pressemitteilung der Jusos, Linksjugend, JuLis und Grüne Jugend Leipzig
    Freitag, 9. Dezember 2011

     GEMEINSAMER FLASHMOB der Grünen Jugend, Jusos, JuLis und Linksjugend am 12. Dezember von 15 bis 15.35 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz gegen CDU-Antrag auf Alkoholverbot

    Die CDU möchte im Stadtrat einen Antrag stellen, um die Einführung eines Alkoholverbotes zu überprüfen. Betroffene Orte wären der Hauptbahnhofsvorplatz, die „Thomaswiese“ und der Weißeplatz in Stötteritz. Grüne Jugend, Jusos, JuLis und Linksjugend kritisieren die Pläne der CDU Stadtratsfraktion scharf. Sie sehen in diesen Plänen eine Verdrängung „unerwünschter“ Personengruppen aus Leipzigs Stadtbild.
    Malena Rottwinkel, Mitglied der Grünen Jugend Leipzig, kritisiert, dass sich das Alkoholverbot gezielt gegen Wohnungslose und Jugendliche richtet: „Damit wird versucht, diese Menschen aus der Öffentlichkeit zu verdrängen. Dabei ist der öffentliche Raum für alle. Deshalb möchten wir mit einem Flashmob gegen den Sicherheitswahn der CDU vorgehen. Wir laden alle interessierten BürgerInnen zum Mitmachen ein.“
    Tilman Loos, jugendpolitischer Sprecher von DIE LINKE, stellt fest: „Die Innenstadt muss ein Raum sein, in dem nicht nur Platz für teure Cafés ist. Die Straßen und Plätze einer Stadt gehören denen, die in der Stadt leben. Das schließt auch Menschen ein, die nicht viel Geld haben. Und das sind eben häufig junge Leute. Dass auf der Grünfläche auch Alkoholika konsumiert werden, kann indes nicht verwundern. Schließlich passiert genau das gleiche auch in den nahegelegenen Restaurants – nur zu deutlich höheren Preisen.“
    „Ein Verbot des Konsums von Alkohol an öffentlichen Plätzen löst nicht die Problematik des Alkoholkonsums, sondern verdrängt sie nur an Orte, die sich der öffentlichen Kontrolle entziehen. Wenn ein wirkliches Interesse daran besteht, den Alkoholkonsum einzudämmen, müssen mehr Aufklärungs- und Präventionskampagnen gestartet werden.“, ergänzt der Vorsitzende der Leipziger SPD Jugend, Jan Freundorfer.
    „Es geht hier um ein weiteres Stück persönliche Freiheit das man hier versucht zu beschneiden!“, meint Thomas Grahl, Vorsitzender der JuLis Leipzig, und ergänzt, „Die CDU ordnet mit dieser Forderung ganz klar die Freiheit des Einzelnen hinter dem Ziel eines ‚sauberen und ordentlichen’ Stadtbildes ein. Die Probleme werden so nicht verhindert, sondern lediglich räumlich verschoben.“
    Die Flashmob Teilnehmer sind sich einig, dass Jugendliche und Wohnungslose nicht als Störfaktor für Tourismus und Wirtschaftsinteressen angesehen werden dürfen.
    Darauf möchten sie am 12. Dezember vor dem Hauptbahnhof aufmerksam machen.

    Mehr Infos auch hier: https://www.facebook.com/events/258587890864826/

     
    SPD Bundesparteitag beschließt Unterstützung von Antinaziprotesten in Dresden
    Dienstag, 6. Dezember 2011

     Im Februar wollen sich in Dresden erneut Neonazis aus ganz Deutschland und darüber hinaus in Dresden treffen, um ihre geschichtsrevisionistische und menschenverachtende Ideologie zu propagieren. Angesichts der neuerlich zu erwartenden bundesweiten Mobilisierung der Naziszene hat der SPD-Bundesparteitag auf Initiative der Jusos die Unterstützung der Antinaziproteste in Dresden beschlossen. Man wolle die Dresdnerinnen und Dresdner mit dem Naziaufmarsch nicht alleine lassen und stelle sich solidarisch an die Seite aller, die den Neonazis mit friedlichen Mitteln entschieden die Stirn bieten wollen.
    Der Beschluss betont, dass eine ehrliche Anerkennung der Vielfalt der Protestformen notwendig ist, damit sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger auf der Straße für demokratische Werte und gegen rechtes Gedankengut einsetzen können. Begrüßt wird daher die Initiative zu einer zentralen Protestkundgebung in Hör- und Sichtweite, ebenso erklärt die SPD ihre Unterstützung für das Bündnis „Dresden Nazifrei“.
    Dazu der Juso-Landesvorsitzende Tino Bucksch: „Ich freue mich insbesondere über die Unterstützung von „Dresden Nazifrei“. Als Jusos haben wir uns in den letzten beiden Jahren intensiv an der Kampagne „Dresden Nazifrei“ beteiligt. Bereits letzte Woche hat der Juso-Bundeskongress einstimmig die erneute Unterstützung des Bündnisses beschlossen. Das sich jetzt auch der SPD-Bundesparteitag hinter das Bündnis gestellt hat, ist ein wichtiges Zeichen.“
    Über 180 rassistische und rechtsmotivierte Morde in Deutschland seit 1990, über 800 Waffenfunde in der Neonaziszene in den letzten zwei Jahren und die niederträchtige Mordserie des selbsternannten „Nationalsozialistischen Untergrund“ zeigten die dringende Notwendigkeit für ein breites und entschlossenes gesellschaftliches Handeln. Naziaufmärsche seien eben nicht nur eine einfache Meinungskundgabe, sondern säten Menschenfeindlichkeit, Intoleranz und Hass, die die Grundlage für Einschüchterungen, Körperverletzungen und Morde seien.
    „Im Februar werden wieder hunderte Jusos aus dem gesamten Bundesgebiet nach Dresden kommen, um mit uns gemeinsam den Naziaufmarsch zu blockieren. Rassismus und Neonazismus treten wir entschlossen entgegen. Wir werden keinen Meter weichen, wenn gewaltbereite Schläger ihre Nazipropaganda auf die Straße tragen wollen. Die Unterstützung durch den Bundesparteitag bestärkt uns in unserer Entschlossenheit, uns nicht einschüchtern zu lassen und unser legitimes Recht auf Protest wahrzunehmen“, so Bucksch abschließend.

     
    Matthias Ecke aus Leipzig in Juso Bundesvorstand gewählt
    Sonntag, 27. November 2011
     Der Leipziger Jungsozialist Matthias Ecke ist neuer Vize Chef der SPD Jugend auf Bundesebene. Der 28-jährige Politikwissenschaftler wurde auf dem Lübecker Bundeskongress am vergangenen Wochenende als stellvertretender Bundesvorsitzender in den neunköpfigen Bundesvorstand gewählt. "Ich freue mich, dass der Kurs der Jusos bestätigt wurde: Links, eigenständig und offen für gesellschaftliche Bündnisse. Für soziale Gerechtigkeit will ich in der SPD und mit unseren PartnerInnen in der Gesellschaft streiten. Zudem müssen wir den Kampf gegen Rechts noch entschlossener führen. Wir Jusos bleiben dabei die aktivsten AntifaschistInnen in der Sozialdemokratie", so Matthias Ecke.

    "Die große Zustimmung der Delegierten für Matthias Ecke ist für uns Leipziger Jusos Bestätigung unserer jahrelangen engagierten Arbeit im Bundesverband. Es zeigt zudem erneut, dass junge, fortschrittliche Ideen aus der Leipziger Sozialdemokratie auch überregional Anerkennung erfahren", ergänzt Jan Freundorfer, Stadtvorsitzender der Jusos Leipzig.

    75 Prozent der 300 Delegierten unterstützten den sächsischen Kandidaten. An der Spitze des Verbandes bestätigten die Jusos für weitere zwei Jahre zudem den bisherigen Vorsitzenden Sascha Vogt.
     
     
     
     
    Jusos Leipzig besichtigten Druckhaus der Leipziger Volkszeitung
    Donnerstag, 24. November 2011

     Der Arbeitskreis Wirtschaft und Soziales (AK WiSo) hat am 23.11.2011 zur 2. Betriebsbesichtigung in diesem Jahr eingeladen. Nachdem sich der Arbeitskreis im Mai die Stadtwerke Leipzig angeschaut hatte, ging es diesmal zur LVZ-Druckerei nach Leipzig-Stahmeln.

    Der Betriebsratsvorsitzende Jens Grimm hat sich für uns die Zeit genommen, um uns alle Details der Zeitungsproduktion zu erklären.

    Während des 2-Stündigen Rundgangs konnten wir die Vielzahl der Druck- und Faltmaschinen in Aktion erleben. Dabei wurde uns schnell deutlich: Nicht alles, was technisch möglich ist, auch sinnvoll.

    Im Druckhaus werden immer noch über 100 Personen beschäftigt. Früher waren es mal 350 Angestellte.

    Eindrucksvoll schilderte Jens Grimm die verschiedenen Stationen, die das Blatt Papier bis zur fertigen Zeitung durchläuft. Dabei wird das sogenannte Offset-Druckverfahren genutzt.  Eine Rolle Papier mit einem Gewicht von ca. 1,6 Tonnen reicht für ca. 30.000 Seiten. Und diese sind in spätestens 24 Minuten bedruckt.

    Gedruckt werden verschiedene Tageszeitungen für Sachsen sowie Beilagen oder Sonderdrucke für Kongresse und Tagungen.

      
     
     

     
    Jusos Sachsen: Das Problem heißt Rassismus
    Mittwoch, 16. November 2011

     Bucksch: „Ereignisse öffentlich und detailliert aufklären! Neonazismus und Rassismus an der Wurzel packen.“

    „Wer ein heruntergerissenes NPD-Plakat und die kaltblütige Ermordung eines Menschen gleicherdings als ,extremistische Straftat' klassifiziert, verschleiert bewusst neonazistische Gewalt. Die Taten der Zwickauer Zelle waren gezielte rassistische Exekutionen zur Verbreitung neonazistischen Terrors. Nur wer dies so eindeutig benennt, kann die entsprechenden Konsequenzen ziehen und ähnlich abscheuliche Verbrechen in Zukunft verhindern“, so Tino Bucksch, Landesvorsitzender der Jusos Sachsen, zu der in den letzten Tagen offenbar gewordenen neonazistische Mordserie. „Das Problem heißt Rassismus, V-Leute machen jedoch keine Antirassismusarbeit.“

    Ein Landesamt für Verfassungsschutz, dass lieber linksextreme Gespenster jage, statt sich um reale Neonazis zu kümmern, stelle hingegen seine eigene Existenzberechtigung in Frage. Rechte Gewalt gebe es nicht erst seit gestern. Nach 150 rassistischen und rechtsmotivierten Morden in der Bundesrepublik Deutschland seit 1990, nach den Anschlägen von Solingen und Mölln und den pogromartigen Auschreitungen in Rostock-Lichtenhagen und Hoyerswerda habe die Gefahr durch militante Neonazis längst jedem klar sein können.

    Bucksch weiter: „Es muss Schluss sein mit der Verharmlosung neonazistischer Gewaltverbrechen! Politik und Sicherheitsbehörden müssen rechte Gewalt endlich in ihrer politischen Dimension ernst nehmen und konsequent dagegen vorgehen.“ Langfristig könne aber nur die gezielte Unterstützung zivilgesellschaftlicher Initiativen zur Bekämpfung neonazistischer Einstellungen Tätern wie jenen des NSU den gesellschaftlichen Nährboden entziehen. „Staatsminister Ulbig und Bundesfamilienministerin Schröder müssen die Programme gegen Rechtsextremismus ausbauen, statt engagierte Demokraten mit Verdächtigungen und Extremismusklauseln zu überziehen.“

    Ebenso notwendig sei es aber angesichts der schockierende Ereignisse, Licht ins Dunkel der Vorgänge zu bringen: „Wie kann es sein, dass amtlich und öffentlich bekannte Neonazis über Jahre unentdeckt morden konnten? Was wussten die sächsischen Behörden? Sind weiter mili

    tante Neonazis auf freiem Fuß, die möglicherweise weitere Anschläge vorbereiten?“ In den Fokus der Aufklärung gehöre aber auch der Verfassungsschutz: „Welche Verfassungsschutzämter waren an der Überwachung des „Nationalsozialistischen Untergrund“ beteiligt? Welche Rolle haben sie gespielt? Ist mit staatlichen Geldern durch Zahlungen des Verfassungsschutz der Aufbau neonazistischer Organisationen finanziert wurden? Haben gar V-Leute aktive Beihilfe zu Morden geleistet? Diese Fragen müssen dringend detailliert und öffentlich aufgearbeitet werden! Geheim tagende parlamentarisch Kontrollkommission und geschlossene Ausschüsse werden der Situation in keinster Weise gerecht“, so Buksch abschließend.

     
    Nazis konsequent bekämpfen
    Montag, 14. November 2011

     Anlässlich der Diskussion über das Nazi-Netzwerk erklärt der Juso-Bundesvorsitzende, Sascha Vogt:

    „Der aktuelle Fall des Nazi-Netzwerks zeigt in erschreckender Weise, welche Folgen Rassismus und Menschenhass haben kann. Untersuchungen aus dem letzten Jahr belegen, dass ein Viertel der Bevölkerung Aussagen ausländerfeindlichen Inhalts zustimmt. Die schwarz-gelbe Bundesregierung unternimmt hier jedoch nichts. Statt gegen menschenverachtende Einstellungen in der Gesellschaft vorzugehen, kürzt sie Mittel zivilgesellschaftlicher Projekte, konzentriert sich auf eine Scheindebatte zwischen so genanntem Links- und Rechtsextremismus und vergnügt sich damit, ab und an die Diskussion um ein NPD-Verbot am Leben zu halten. Eine Gesamtstrategie existiert nicht.

    Wir fordern ein Umdenken im Kampf gegen rassistische und nationalistische Einstellungen. Dazu gehört neben wirksamen, dauerhaften und finanziell gut ausgestatteten Programmen zur Unterstützung zivilgesellschaftlicher Projekte vor allem eine Integrationspolitik, die nicht von Abgrenzung und Diskriminierung geprägt ist, sondern allen Menschen die gleiche Würde zugesteht.

    Das NPD-Verbot kann höchstens ein Baustein einer Gesamtstrategie sein. Es ist ebenso wenig Allheilmittel wie die Aufklärungsarbeit durch den Verfassungsschutz. V-Leute machen keine Antirassismusarbeit, ebenso wenig wie der Verfassungsschutz insgesamt. Der aktuelle Fall belegt, dass die Bundeszentrale für politische Bildung und den entsprechenden Landeszentralen wesentlich gestärkt werden müssen. Eine umfassende öffentliche Aufklärung ohne Geheimgremien muss jetzt erfolgen. Auch die Rolle der Sicherheitsbehörden muss genau untersucht werden.“

     
    Gegen das Vergessen: Jusos Leipzig beteiligen sich an der Mahnwache an den Stolpersteinen
    Mittwoch, 9. November 2011
     
     
    Wie jedes Jahr wurde auch am diesjährigen 9. November den Opfern der Reichspogromnacht durch eine Mahnwache an den Stolpersteinen gedacht. Nach der Eröffnung an der Gedenkstätte ging es an die jeweiligen Stolpersteine, um diese zu putzen und dann den Opfern zu gedenken. Auch dieses Jahr haben wir die Steine von Julius Krause und seiner Frau Rosalie betreut. Julius Kraus war SPD Mitglied und mehrere Jahre Ratsherr in Leipzig. Direkt nach der Reichspogromnacht wurde er nach Buchenwald verschleppt und verstarb dort einige Tage später. Seine Frau starb an den Folgen des Pogroms. Als wir an den Stolpersteinen der beiden ankamen, war bereits eine Blume niedergelegt und ein Windlicht angebrannt. Wir putzen den Stein und zündeten drei weitere Kerzen an. Wenig später kam eine Bewohnerin des ehemaligen Wohnhauses der beiden zu uns. Sie hatte die Blume niedergelegt und war erfreut, dass wir da waren. Ihr war es wichtig, dass den Opfern des Nazi-Regimes immer wieder gedacht wird. Denn diese schrecklichen Taten dürfen nicht vergessen werden, gerade auch wegen den leider immer noch aktuellen Aktivitäten der Nazis. Diesen Worten ist nicht viel hinzuzufügen. Wir Jusos werden nächstes Jahr wieder bei den Gedenken dabei sein und auch bis dahin Flagge zeigen gegen rechts.
     
    Jusos fordern Abkehr vom kirchlichen Sonderweg
    Donnerstag, 3. November 2011

     Gleiche Mitbestimmungsrechte auch für kirchliche Arbeitnehmer

     Die Jusos Leipzig fordern eine Abkehr vom Sonderweg der betrieblichen Interessenvertretung Beschäftigter in kirchlichen Einrichtungen. „Das Streikrecht und das Koalitionsrecht ist ein Grundrecht aller Beschäftigten in Deutschland. Das muss auch für kirchliche Arbeitgeber gelten“ fordert Frank Franke, stellvertretender Vorsitzender der SPD Jugendorganisation.


    „Im Sinne der 1,3 Millionen Beschäftigten bei den kirchlichen Einrichtungen in Deutschland brauchen wir echte Interessenvertretung nach dem Betriebsverfassungsgesetz. Dazu zählt auch, dass die Angestellten das Recht zu Streiks erhalten müssen. Die Unterschiede zu Angestellten z.B. kommunaler Einrichtungen in Mitbestimmung und Lohn müssen aufgehoben werden. “, fordert Jan Freundorfer, Vorsitzender der Jusos Leipzig.


    Aus diesem Anlass rufen die Jusos Leipzig zur Demonstration vor der Synode der Evangelischen Kirche Deutschlands in Magdeburg am 04.11.2011 ab 12:00 Uhr auf.


    Die Jusos Leipzig begrüßen zudem die Beschlüsse des verdi Bundeskongresses, die Rechte von Beschäftigten in kirchlichen Einrichtungen zu stärken.

     
    Für Freundschaft und gegen Hass
    Samstag, 29. Oktober 2011
     Die Europäischen Jungensozialistinnen und Jungsozialisten (ECOSY) treten gegen Nationalismus und für den internationalen Dialog ein. Vom 28. bis zum 30. Oktober trifft sich der Länderrat der ECOSY mit Vertreterinnen und Vertretern sozialistischer und sozialdemokratischer Jugendorganisationen aus über 40 Ländern in Görlitz und Zgorzelec. Die Mitgliedsorganisationen aus Deutschland, Polen und Tschechien  (Jusos, Falken Deutschland, FMS Polen, MSD Tschechien) sind Ausrichter des Treffens, wo gemeinsame Lösungen der europäischen Krise diskutiert werden.

    Kaisa Penny Präsidentin der ECOSY sagt dazu: „Die Europäische Union wurde gegründet um den Frieden in Europa zu schützen und Solidarität zwischen den Nationen wachsen zu lassen. Die jüngsten Entwicklungen in Europa, in denen nationalistische Bewegung und Parteien immer mehr Zulauf erhalten sind sehr besorgniserregend. Wir müssen uns die Frage stellen, ob wir aus der Geschichte genug gelernt haben.“

    Tino Bucksch, Landesvorsitzender der Jusos Sachsen erklärt dazu: „Leider gibt es immer noch auf beiden Seiten Vorurteile und Ressentiments. Das schüren der Angst vor dem Fremden und dem Anderen wir noch zu oft dazu genutzt, vor eigenen inneren Problemen abzulenken. Das zeigt gerade der nationalistische und rassistische Ton, den rechtsextreme und rechtskonservative Parteien in der Region gerne bedienen. Wir Jusos wollen mit unseren Nachbarinnen und Nachbarn stattdessen gemeinsam Zukunftsthemen, wie Verbesserungen der Lebenssituation der  Jugend in Europa diskutieren.“

    Paulina Piechna-Więckiewicz Vorsitzende der polnischen FMS erklärt dazu: „Gerade jetzt, wo Parteien der extremen Rechten versuchen aus der Europäischen Geschichte ein Klima der Intoleranz zu erzeugen, setzen wir uns als Junge Generation gegen solche Strömungen ein. Um die Geschichte unseres Landes und unseres Kontinents wissend, wissen wir das Vorurteile gegenüber Rassen, ethische und kulturelle Hintergründe, zerstören und nicht dazu beitragen Gemeinsames aufzubauen. Wir glauben, dass Toleranz; Respekt und Solidarität die Werte sind, die Mauern einreißen und den Lauf der Geschichte in Bezug auf das Deutsch-Polnische Verhältnis umkehren können.“
     
    Jusos erwarten von neuer Intendantin Karola Wille neue Impulse beim MDR
    Montag, 24. Oktober 2011

     Staatsferne und Programmreformen sind dringend geboten

     Die Jusos Sachsen beglückwünschen Karola Wille zu ihrer heutigen Wahl als Intendantin des Mitteldeutschen Rundfunks durch den Rundfunkrat des Senders. Nach dem gescheiterten Kandidaten Hilder sind nun die Grundlagen für eine professionell geführte Intendanz gelegt.

    Der Juso-Landesvorsitzende Tino Bucksch dazu: „Wir sind gespannt, welche Veränderungen den MDR zukünftig erwarten. Mit der Wahl Willes wurde nun ein Zeichen für eine grundlegendere Staatsferne des Senders gelegt, der immer wieder als CDU-nah wahrgenommen wird. Dies kann jedoch nicht reichen: wir Jusos fordern, dass die Gremien im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zukünftig mit mindestens einem Drittel durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besetzt werden, die durch die gesamte Belegschaft gewählt werden müssen.“

    Darüber hinaus erwarten die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten Veränderungen in der Programmstruktur: „ Es kann und darf nicht sein, dass das Image des MDR hauptsächlich durch Volksmusik und Ostalgie-Sendungen geprägt ist. Für junge Leute erscheint das Programm nur antiquiert und nicht attraktiv. Wo ist zum Beispiel wie beim RBB oder dem NDR der junge Radiosender für das gesamte Sendegebiet? Warum wird Sputnik nur in Sachsen-Anhalt ausgestrahlt? Warum wurde die Zielgruppe von MDR Jump auf ältere Hörerinnen und Hörer ausgerichtet? Wo sind Sendungen im Fernsehprogramm, die sich mit der Lebenswirklichkeit junger Menschen auseinandersetzen? Hier bedarf es grundlegender Veränderungen, um die Akzeptanz des MDR bei jungen Leuten zu steigern.“, so der Juso-Landesvorsitzende Tino Bucksch abschließend.

     
    Demokratie geht auch anders
    Donnerstag, 13. Oktober 2011

     Anlässlich der Eröffnung der 2. Demokratiekonferenz im Leipziger Gewandhaus am heutigen Donnerstag, protestieren die Jusos Sachsen gemeinsam mit anderen politischen Jugendorganisationen und Initiativen gegen den Demokratiebegriff der schwarzgelben Regierungen in Bund und Land. Um 12:30 Uhr wird es vor dem Tagungsort am Augustusplatz eine kurze Kundgebung geben. Dazu erklärt der Landesvorsitzende der Jusos Sachsen, Tino Bucksch:

    "Wir begrüßen den Ansatz, Schülerinnen und Schüler zu einer Diskussion über die Ausgestaltung von Demokratie an einen Tisch zu holen. Dennoch reicht uns das nicht aus. Eine aller zwei Jahre feierlich stattfindende Konferenz mit ausgewählten Teilnehmern kann keine Antwort auf Politikverdrossenheit von jungen Menschen sein. Hier müssen offenere und partizipativere Elemente her. Junge Menschen müssen in die Entscheidungen der Kommune, die sie selbst betreffen, mit eingebunden werden. Dazu braucht es keine 50.000 Euro aus dem Stadtetat. Die Stadtverwaltung sollte endlich die Umsetzung des Beschlusses zur Einrichtung eines Jugendstadtrates in Leipzig ernst nehmen und zügig vorantreiben. Auch muss über andere Formen wie offene Foren oder Jugendwerkstätten zur Einbindung der Jugendlichen nachgedacht werden.

    Eine Demokratiekonferenz, mit Beteiligung von Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder, zeugt nicht gerade von einem modernen Demokratieverständnis. Immerhin haben wir Frau Schröder die Extremismusklausel zu verdanken. Wer alle Bürgerinnen und Bürger von vornherein unter einen Generalverdacht stellt und eine Gesinnungsprüfung verlangt, offenbart ein Demokratieverständnis, welches auf einer solchen Konferenz keine Plattform erhalten sollte."

     
    Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften
    Dienstag, 11. Oktober 2011

     Die wollen das einfach nicht.

    Tino Bucksch, Landesvorsitzender der Jusos Sachsen, erklärt anlässlich der morgen, am 12. Oktober 2011, stattfindenden Übergabe von mehr als 4000 Unterschriften an den Präsidenten des Sächsischen Landtages:

    „Wenn am morgigen Mittwoch die Petition der Initiative 2gleich2 an den sächsischen Landtagspräsidenten übergeben wird, stehen die Jusos Sachsen solidarisch an der Seite der Initiatoren. Die Ehe stellt nicht die einzige Form dar, in der Menschen füreinander Verantwortung übernehmen. Wir fordern die Staatsregierung auf, endlich aktiv zu werden. Menschen, die sich verpartnern lassen, haben die gleichen Rechte und gleichen Pflichten wie „normale Eheleute".

    Die Jusos Sachsen setzen sich schon seit Jahren für eine Gleichstellung der Lebensweisen ein und sind Erstunterzeichner der Kampagne 2gleich2.

    „Ich verstehe nicht, warum in Sachsen andere Rechte als in allen anderen 15 Bundesländern gelten. Die schwarz-gelbe Staatsregierung zeigt einmal mehr ihren Unwillen und ihre Unfähigkeit, homosexuelle Menschen als gleichwertig zu betrachten. Wir fordern die Regierungsfraktionen auf, ihr Versprechen aus dem letzten Jahr einzulösen, zumindest eine schrittweise Anpassung bei sowieso anstehenden Gesetzgebungsverfahren vorzunehmen. Wie man aber erst letztens bei der Novellierung des Beamtenrechts gesehen hat, scheint noch immer der Satz des FDP-Abgeordneten Benjamin Karabinski zu gelten: 'Wir wollen das einfach nicht!'
    So bleibt zu hoffen, dass mit der Übergabe der Petition Bewegung in die starren schwarz-gelben Köpfe kommt und endlich sonst deutschlandweit geltendes Recht in Sachsen umgesetzt wird", so Bucksch abschließend.

     
    Wilhelm-Leuschner-Platz muss bleiben
    Donnerstag, 6. Oktober 2011

     Jusos Leipzig kritisieren Umbenennungsplan

     Die SPD Jugendorganisation Jusos lehnt den Plan zur Umbenennung des Wilhelm-Leuschner-Platzes ab.

    „Wilhelm Leuschner war als Sozialdemokrat und Gewerkschafter vor und nach 1933 aktiv im Kampf gegen die Nazis. Seinen Widerstand gegen die Diktatur bezahlte er nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 mit seinem Leben.“, erläutert Jan Freundorfer, Vorsitzender der Jusos Leipzig, die besonderen Lebensleistungen Leuschners.

    „Eine Umbenennung des Platzes würde die historischen Verdienste Leuschners schmälern. 66 Jahre nach Kriegsende ist ein falsches Signal das Andenken an einen bedeutenden Antifaschisten aus dem Stadtbild zu tilgen. Gerade in Zeiten, wo neue und alte Nazis immer noch ihr menschenverachtendes Gedankengut verbreiten, brauchen wir mehr statt weniger  Erinnerung an Widerstandskämpfer“, so Freundorfer abschließend.

     
    Kein Ablasshandel mit der Schweiz!
    Freitag, 30. September 2011

     Jusos Sachsen unterstützen das Vorhaben der SPD-Bundestagsfraktion, das Steuerabkommen zu verhindern

     Die Jusos Sachsen begrüßen die Initiative der SPD-Bundestagsfraktion, die zur Absetzung des Steuerabkommens mit der Schweiz von der heutigen Tagesordnung des Bundesrats geführt hat.

    Dazu der Juso-Landesvorsitzende Tino Bucksch: „Dieses Abkommen ist ein Affront. Steuerkriminellen wird dadurch ermöglicht, sich von ihrer Schuld durch einen vergleichsweise geringen Betrag freizukaufen. Hierzu die Schweizer Banken als Geldeintreiber einzusetzen ist absurd. Da
    diese gezielt um das Geld von Steuerkriminellen werben, werden diese garantiert nicht mehr tun als sie definitiv müssen, um dieses Geld für den deutschen Staat einzutreiben. Man beauftragt also Kriminelle mit der Aufklärung von Verbrechen, die sie zusammen mit ihren Komplizen begangen haben und verhindert gleichzeitig jede effektive Kontrolle.“

    Als Nebeneffekt wird zudem die Ermittlung der deutschen Strafbehörden sabotiert, die bisher durch die Rückverfolgung von Geldströmen internationaler Geldwäschekartelle auf die Schliche kamen. Die Jusos Sachsen haben schon auf ihrer Landesdelegiertenkonferenz Anfang September eine Ablehnung dieses Abkommens mehrheitlich beschlossen.

    „Die Konsequenzen dieses Abkommens sind eindeutig und unausweichlich. Die Schweiz kann unbehelligt deutschen Kriminellen bzw. ihrem ergaunerten Geld Zuflucht gewähren und davon profitieren. Sie wird dies auch wieder mit neuem Elan tun. Die Schweizer Banken haben eine
    entsprechende Werbekampagne bereits gestartet“, so Bucksch abschließend.

    Dass es auch anders geht, zeigen die USA, die gerade mit massivem politischen Druck genau diese Unverschämtheit der Schweizer Finanzindustrie bekämpfen.

     
    Wie misst man Wohlstand?
    Mittwoch, 21. September 2011

     Jusos Leipzig diskutieren verschiedene Wohlstandsmodelle

    Zu diesem Thema laden die Jusos Leipzig zu ihrem Mitgliedertreffen am Donnerstag, den  22. September, ab 19.00 Uhr in ihr Büro in die  Rosa Luxemburg Str. 19-21 ein.
    Zu Gast ist die Leipziger Bundestagsabgeordnete Daniela Kolbe. Sie wird von ihrer Arbeit als Vorsitzende der Enquete Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ des deutschen Bundestages berichten.
    "Spätestens seit der Wirtschafts- und Finanzkrise, aber auch mit dem deutlich spürbaren Klimawandel steht unsere bisherige Art des Wirtschaftens immer mehr in der Kritik. Die Menschen wollen nicht mehr Wirtschaftswachstum um jeden Preis. Sie wollen wirtschaftlichen Erfolg, aber eben auch eine lebenswerte Umwelt, gute Bildung, gute Gesundheit und soziale Gerechtigkeit. Wie wir auf einen Pfad des nachhaltigen Wirtschaftens kommen, der dies ermöglicht, das diskutiert die Enquete-Kommission." erklärt Daniela Kolbe den Hintergrund dieser Enquete-Kommission.

    Vor dem Mitgliedertreffen wird es ab 18.00 Uhr eine Mitgliedersprechstunde geben. Hier können sich Neue und Interessierte bei Kaffee und Kuchen über die Arbeit der Jusos Leipzig informieren und Fragen stellen.

    Alle Interessenten sind herzlich eingeladen!

     
    Jusos Sachsen wählen neuen Vorstand
    Dienstag, 13. September 2011

     Innenpolitik und Gemeinschaftsschule als neue Schwerpunktthemen

     Auf ihrer Landesdelegiertenkonferenz haben die Jusos Sachsen am Samstag einen neuen Landesvorstand gewählt. Der Leipziger Tino Bucksch wurde als Landesvorsitzender im Amt bestätigt. Juliane Pfeil aus Plauen und Tommy Jehmlich aus Freiberg bleiben seine Stellvertreter. Komplettiert wird das Gremium durch Caroline Hühn sowie Stefan Kowanda aus Dresden, Sebastian Bothe aus Markkleeberg, Stefan Brauneis aus Döbeln, Katharina Schenk aus Leipzig und Katrin von Schäwen aus Zittau.

    Neben der Bundestagswahl 2013 soll die Innenpolitik im Freistaat Schwerpunktthema der kommenden Legislatur sein. „Das ungerechtfertigte Sammeln von Millionen Daten von Handynutzer_innen, die Debatten um das sächsische Versammlungsgesetz und das Versagen von Polizei und Verwaltung rund um den 13. Februar zeigen, dass in Sachsen ein gefährlicher Abbau demokratischer Mitbestimmungs- und Freiheitsrechte erfolgt ist. Wir Jusos Sachsen werden uns jederzeit gegen übertriebenes Sicherheitsbedürfnis des Freistaates wenden und für eine Wahrung der Freiheitsrechte des Einzelnen eintreten. Kriminalisierung antifaschistischen Engagements ist ebenso inakzeptabel wie staatliche Repressionen gegen Gruppen und Personen, die sich gewaltfrei den Rechtsextremen und deren falschem Gesellschaftsbild in den Weg stellen“, erklärte der Landesvorsitzende Tino Bucksch.

    Bucksch abschließend: „Unsere Arbeit soll sich aber auch auf die lange Frist erstrecken. Daher wollen wir die inhaltliche Auseinandersetzung zur Bundestagswahl 2013 vorbereiten. Hier ist klar, dass nur die SPD die soziale Alternative zu der amtierenden unsozialen und von Lobbyinteressen getriebenen Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP sein kann. Gerade wir Jusos haben hier seit Jahren überzeugende Beschlusslagen zu Themen wie Mindestlohn, Bürger_innenversicherung und Vermögenssteuer. Diese wollen wir breit und intensiv in den Wahlkampf einbringen.“

     
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