| Geschichte der Jusos |
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| Sonntag, 26. Juli 2009 | |
Nicht von gesternDie Geschichte der Jusos Download als pdf-Datei (38 kB)
Doch während sich die Älteren (und am Anfang auch nur die Männer) durch sozialistische Parteien eigene, immer stärker werdende Organisationsformen gaben, verhinderten Vereinsgesetze und Polizei die Gründung von Jugendorganisationen. Als sich im Jahr 1904 der 16jährige Graveurlehrling Max Peter wegen der ständigen Schikanen durch seinen Meister im Grunewald erhängte, war das Maß voll: Am 10.Oktober 1904 wurde in einer Berliner Kneipe der erste Arbeiterjugendverein gegründet. Die Lawine kam ins Rollen. Überall in Deutschland schlossen sich junge Arbeiter und Arbeiterinnen in eigenen Vereinen zusammen: Die sozialistische Jugendbewegung war geboren. Die Mutterpartei SPD war darüber gar nicht so glücklich. Die neuen Jugendorganisationen wurden mit viel Skepsis betrachtet und vor allem jene Funktionäre, die es sich eigentlich schon ganz gut eingerichtet hatten und weniger für die, sondern mehr von der Arbeiter- und Arbeiterinnenbewegung lebten, hatten gar kein Interesse an allzu viel ungestümer Kampfentschlossenheit und fürchteten, die Jugend könne sich zu sehr der Parteilinken zuneigen. Und das war gar nicht so unbegründet. Bereits 1907 gab es einen internationalen Zusammenschluss: die Sozialistische Jugendinternationale. Für Deutschland im leitenden Büro: Karl Liebknecht. Besonders widmete sich die Jugendorganisation dem Kampf gegen Militarismus und den drohenden Krieg. Obwohl sich alle sozialistischen Parteien der Welt einig waren, es nicht zu tun, unterstützten die meisten von ihnen den 1. Weltkrieg. Auch die SPD. Während viele ihrer älteren Herren im Reichstag seufzten, dass man in der "Stunde der Not das Vaterland nicht im Stich" lassen dürfe, ließen in den folgenden vier Jahren Millionen von jungen Männern aller Nationen ihr Leben auf dem Schlachtfeldern und das daheimgebliebene Volk hungerte. Als dann eine Gruppe von SPD-Reichstagsabgeordneten dem Bau von Panzerkreuzern nicht zustimmen wollte und ausgeschlossen wurde, gründete sie eine neue Partei: die sozialistische Arbeiterpartei (SAP). Die SAP sollte eine Splitterpartei bleiben, hatte aber eine recht große Anziehungskraft auf die sozialdemokratische Linke. Nicht nur viele Jungsozialisten schlossen sich ihr an, sondern auch ganze Gruppen der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ). So auch die Lübecker Untergliederung, in der ein junger Sozialist Mitglied war, der später unter dem Namen Willy Brandt noch eine Rolle spielen sollte... Auch hatten die Jusos schon frühzeitig die Gefahr des aufkommenden Faschismus erkannt und auf eine antifaschistische Einheitsfront gedrängt. Viel zu spät wurde diese in die Tat umgesetzt. Die historische Alternative: "Sozialismus oder Barbarei", die Rosa Luxemburg 1918 formuliert hatte, wurde vorläufig mit Barbarei beantwortet. Gerade die sozialistische Jugendbewegung brachte eine große Zahl von Opfern im antifaschistischen Widerstandskampf. Nach der Befreiung von Faschismus und Krieg gründete sich die SPD neu und gleich einen Jugendverband mit: Die Jungsozialisten, also uns. Dieser Jugendverband war aber erst einmal nur eine "Arbeitsgemeinschaft" der SPD. Damit wollte man die Jugend enger an die Partei binden und wohl ein Ausbrechen nach links, wie in der Weimarer Republik, verhindern, räumte aber natürlich auch gewisse Eingriffsrechte der Jusos ein. Die Rechnung ging zunächst auf. Die Jusos waren in den fünfziger Jahren eine lammfromme Nachwuchsorganisation, die nachbetete, was die Partei vorgab, Plakate klebte und auch schon mal Genossinnen im Badeanzug auf Stimmenfang schickte. Dies änderte sich ziemlich schlagartig Ende der sechziger Jahre. Die außerparlamentarische Opposition gegen Verdrängung der Nazivergangenheit, Vietnamkrieg und Notstandsgesetze ging auch an den Jusos nicht spurlos vorbei und führte zu einer enormen Politisierung der Juso-Basis, die dann auf dem Juso-Bundeskongress 1969 zum Ausdruck kam. Bevor er zurücktreten konnte, wurde der bis dahin amtierende Juso-Bundesvorstand in die Wüste geschickt (der damalig stellvertretende Bundesvorsitzende Müller wurde sogar soweit weggeschickt, dass er später für die CSU im Bundestag saß). Die Linkswende war vollzogen. Die Jusos entwickelten sich zu einem eigenständigen sozialistischen Jugend- und Richtungsverband. Die Juso-Politik veränderte sich von Grund auf. "Doppelstrategie" hieß das neue Zauberwort. Das hieß, in der Partei und in den Bewegungen (also Friedens-, Solidaritäts-, Anti-AKW- und Antifa-Bewegung) arbeiten und die Inhalte der Bewegungen in die Partei bringen, um diese von links zu verändern und wieder dazu zu bringen, eine Politik im Interesse der abhängig Beschäftigten zu machen. Auch wenn sich die Jusos natürlich gleich wieder in verschiedene Flügel zerstritten, die sich heftig bekämpften, gab es doch einen eindeutig linken Grundkonsens. Der SPD passte dies gar nicht in den Kram und es kam zu harten Auseinandersetzungen, die 1977 im Rauswurf des Juso-Bundesvorsitzenden Klaus-Uwe Benneter gipfelten. Dennoch konnten die Jusos ihre Rolle behaupten und bei allen Streitereien ist gerade in der SPD viel durchgesetzt worden: die Ablehnung des Nato-Doppelbeschlusses, der Atomausstiegsbeschluss, die Quotierung für Frauen, die weitgehende Ablehnung des 218 und das Wiederaufgreifen sozialistischer und marxistischer Elemente im Grundsatzprogramm der SPD. Das alles sind Erfolge, an denen die Jusos der siebziger und achtziger Jahre entscheidend beteiligt waren. Im Zuge des Umbruchs der DDR gründete sich dort nicht nur eine Sozialdemokratische Partei, sondern 1990 auch eine Jugendorganisation, die sich erst einmal Junge Sozialdemokraten nannte. Klar, dass das Zusammenwirken von Ost- und West-Jusos vor allem am Anfang nicht einfach war, zu unterschiedlich waren die Erfahrungen, die jede und jeder einzubringen hatte. Und doch - auch hier wuchs zusammen, was zusammen gehörte (frei nach Willy Brandt), man lernte von einander und stritt zunehmend für gemeinsame Ziele. Seit dem Bundeskongress 1991 gibt es uns in allen Teilen der Bundesrepublik Deutschland als einen Jugendverband. Jedoch: Die Wieder-Aufbau-Arbeit ist auch 16 Jahre nach Neu-Gründung der Jusos im Osten noch nicht abgeschlossen. Zu tief saß und sitzt das Misstrauen nach Auflösung der FDJ gegenüber sozialistischen Jugendorganisationen. Auch die Umbenennung der ehemaligen DDR-Staatspartei SED in PDS trug und trägt bei vielen Menschen zu einem fragwürdigem Verständnis und Anspruch an den demokratischen Sozialismus bei. Nichts desto trotz sind es nach wie vor wir Jusos, welche die SPD zu einer offenen und konstruktiven Auseinandersetzung mit allen linken Kräften in der Gesellschaft drängen. Dazu gehört für uns, sich gleichsam mit der Geschichte und der Gegenwart auseinander zusetzen, um nach echten politischen Alternativen zum neoliberalen Mainstream zu suchen. Also: Unsere Geschichte ist alles andere als langweilig und sie ist ganz und gar nicht zu Ende. Im Gegenteil: Jeden Tag passiert ein Stück davon und du kannst dabei sein. Quelle: Jusos Berlin Schon gar nicht von gesternDie Geschichte der Jusos Sachsen (1989- 2008) zusammengestellt von Patrick Pfeil (stellv. Vorsitzender Jusos Leipzig Borna 2006-2008) und ergänzt von Holger Mann (Vorsitzender Jusos Sachsen 2004- 2009) Im Dezember 1989 trafen sich die Jusos der alten Bundesländer mit jungen Vertreter(inne)n der DDR-SPD (SDP) in Bonn um das Thema "Chancen der Zweistaatlichkeit" zu besprechen. Im Februar 1990 wurden die Jungen Sozialdemokraten der DDR gegründet. Auf der Republikkonferenz vom 7. bis 9. September wurde die Vereinigung mit den Jusos der alten Bundesländer beschlossen. Diese ließ allen Juso-Gruppierungen in Deutschland die Wahl, sich Junge Sozialdemokraten (JuSos) oder JungsozialistInnen (Jusos) zu nennen. Des Weiteren wurde das "Magdeburger-Programm" diskutiert und abgestimmt. Der erste Vorsitzende der JuSos Sachsen war Berthold Richter aus Leipzig. Am 19. Januar 1991 fand im Haus der Demokratie in Leipzig die erste Landesdelegiertenkonferenz der JuSos Sachsen statt. Am 3. Oktober wurde in Leipzig ein bundesweites Fest der Jusos unter dem Titel "Und wir bewegen es doch – Einheit kommt von unten!" mit Oskar Lafontaine, Regine Hildebrandt, Wolfgang Thierse, Karl-Heinz Blessing und als Künstler Heinz Rudolf Kunze gefeiert. Die zweite LDK des Jahres fand vom 1. bis 3. November statt. Dort wurde Dagmar Kirsche aus Leipzig zur Landesvorsitzenden gewählt. Vom 25. bis 31. März 1992 gab es ein JuSo-Pfingstcamp nahe Zittau und im November ein Jugendpolitisches Seminar in der Jugendherberge Strehla. Zum 1. September trat Martin Dulig (damals 18) sein Amt als Referent für Jugendbildungsarbeit für die JuSos Sachsen an. Im Februar 1993 fand die nächste LDK in Meißen statt, auf der sich die JuSos Sachsen ein Jugendpolitisches Programm gaben. Im Mai wurde Dagmar Kirsche in den Bundesvorstand gewählt. Im Frühjahr kamen Gerüchte auf, dass in Leipzig rechtsradikale JuSos arbeiten würden. Sie fühlten sich dem Hofgeismaer-Kreis zugehörig, hatten ein Liederbuch, in dem das Deutschlandlied in allen drei Strophen abgedruckt war und hätten im JuSo-Büro eine Reichskriegsflagge aufgehängt. Stark beschuldigt wurde der Leipziger Vorsitzende Sascha Jung (mittlerweile Burschenschaftler in München), der auch Mitglied des Landesvorstands war. Teile des Landesvorstandes der JuSos Sachsen hängten daraufhin auf dem Landesparteitag der SPD ein Transparent auf, auf dem der Parteiausschluss von Sascha Jung gefordert wurde. Er wurde schließlich mit einer Parteistrafe (zwei Jahre Ämterverbot) bedacht. Im Zusammenhang dieser Ereignisse ist im Sommer 1993 der Landesvorstand der JuSos um Dagmar Kirsche, Bertram Feix (Plauen) und Axel Brückhom (Chemnitz) zurückgetreten. Der Landesausschuss-Vorsitzende Rico Hegewald (Erzgebirge) übernahm kommissarisch bis zur außerordentlichen LDK am 18.September in Chemnitz den Landesvorsitz. Zum neuen Landesvorsitzenden wurde Peer Horschig aus dem Erzgebirge gewählt. Im Jahre 1994 führten die JuSos Sachsen eine Programmdebatte. Über mehrere Programmforen wurde die Diskussion umgesetzt. Auf der LDK am 18. Juni wurde das "Freiberger Programm" verabschiedet. Im Februar 1995 führten die JuSos Sachsen und die Jusos Niederrhein ein Forum unter dem Titel "Den Sozialstaat reformieren" durch. Die nächste LDK fand am 18. März in Schwarzenberg statt. Im Jahr 1995 existierten bei den JuSos Sachsen die Landesarbeitskreise Umwelt und Verkehr, Drogen, Bildung, Medien, Geschichte, Arbeit und Soziales sowie Rechtsextremismus und Gewalt. Im Juni fand ein Seminar zum Thema "Die rote Hochburg? Zur Geschichte der sächsischen SPD" statt. In diesem Jahr begann in Chemnitz und im Vogtland die Herausbildung des Linksruck-Netzwerks. Dies war eine bundesweite Initiative die sich aus der Sozialistischen ArbeiterGruppe kommend, der Durchsetzung des Kommunismus über die Jusos verschrieben hatte. Darüber wurde analog der Landespartei die Unterbezirksstruktur von ursprünglich 15 Struktureinheiten auf zehn reduziert. Im Februar 1996 äußerte sich der Bundesverband der Jusos zum Thema Linksruck. Das Netzwerk wurde als "trotzkistisch beeinflusste Organisation" bezeichnet. Administrative Maßnahmen (keine Ämter für Linksruck-Mitglieder innerhalb der Jusos) wurden vom Bundesvorstand empfohlen. Am 10./11. Februar fand eine LDK in Bautzen statt. Dort wurde Peer Horschig erneut zum Landesvorsitzenden gewählt. Im Mai gab es ein kreatives Wochenende in Großhennersdorf. Die wichtigsten Projekte der JuSos Sachsen 1996 waren: eine Info-Tour durch die Unterbezirke, eine Ausbildungskampagne und eine Praktika-Börse. Im März 1996 kam es zu einem informellen Treffen zwischen Landesvorstandsmitgliedern der JuSos und der Jungen Linken. Dies führte zu Irritationen innerhalb der Partei und bei Teilen der sächsischen JuSos. Die Leipziger Genossinnen und Genossen sowie der SPD Landesvorsitzende Karl-Heinz Kunkel protestierten scharf. Im Juni beschloss der Landesvorstand, der Linksruck-Bewegung keine Unterstützung zu geben (keine Verwendung von Namen, Logo u.s.w.). Im August fand ein Sommercamp in Rumänien statt. Am 9.September erfolgten eine außerordentliche LDK in Roßwein und am 14./15. Dezember unter dem Titel "Arbeitslos und Spaß dabei?" in Plauen. Die Schwerpunkte für das Jahr 1997 lauteten Wehrpflicht, Wahlalter ab 16, Energiepolitik (im Oktober wurde eine Ökowoche durchgeführt) sowie Studiengebühren (Studiengebühren für das Zweitstudium wurden strikt abgelehnt). Im Februar hatten die JuSos Sachsen einen schweren Verlust hinzunehmen. Der Landesvorsitzende Peer Horschig kam auf tragische Weise bei einem Skiunfall ums Leben. Kommissarisch übernahm Mike Schmeitzner aus dem Erzgebirge die Leitung der JuSos Sachsen. Im März fand die nächste LDK in Freital statt. Im Juni organisierten die Jusos eine Großdemo gegen Ausbildungsplatzabbau in Dresden. Im Juli gab es einen Jugendaustausch mit Rumänien. Das zu dieser Zeit im Verfassungsschutzbericht erwähnte Linksruck-Netzwerk konnte in diesem Jahr nach dem Rückzug der UB-Vorsitzenden Peggy Strobel (Vogtland) und Gabi Engelhardt (Chemnitz) in Sachsen verdrängt werden. Auf der LDK am 11./12. Oktober in Freital wurde Corina Franke aus Leipzig zur neuen Vorsitzenden gewählt. Der jetzige Vorsitzende Holger Mann (Erzgebirge) schaffte es als Beisitzer in den Landesvorstand. 1998 beteiligten sich die JuSos Sachsen an der Programmdebatte der sächsischen SPD. Am 18. April wurde das 75-jährige Bestehen der Jusos im Bürgerbüro Tiefensee in Leipzig gefeiert. Der sogenannte "WeihnachtsmannSommerWunschZug" fand im Mai in Freital statt. Im Juni besuchten die JuSos ein Kommunalpolitikseminar in Lille/Roubaix (Frankreich). Am 27. Juni wurde die nächste LDK in Leipzig durchgeführt. Im Herbst legte Corinna Franke ein Strategiepapier für die Landtagswahlen 1999 vor und sah sich massiver Kritik im Landesausschuss ausgesetzt. Daraufhin trat sie zurück und Andreas Zimmer (Chemnitz) übernahm kommissarisch den Landesvorsitz. Die LDK des Jahres 1999 fand in Burg Gnandstein statt. Dort wurde Martin Dulig zum Landesvorsitzenden gewählt. Die LDK des Jahres 2000 wurde in Dresden absolviert. Seit dieser Zeit wurden die Wochenendveranstaltungen Kommissionswochenende und Neumitgliederseminar als fester Bestandteil in die JuSo-Arbeit integriert und bis heute beibehalten. In Leipzig erfolgte in diesem Jahr die so genannte "Linkswende". Die LDK 2001 in Radeberg (31.März) war geprägt durch den Leitantrag zum Thema Drogenpolitik. In diesem Jahr fand noch eine zweite LDK am 27. und 28. Oktober in Döbeln statt. Dort wurde das Arbeitsprogramm 2001 bis 2003 unter dem Titel "Bildung, Arbeit und Kultur für sichere Zukunftsperspektiven in Sachsen" verabschiedet. Seit 2001 arbeitet Oliver Pape als Hauptamtlicher für die JuSos Sachsen. Im Jahre 2002 entschloss man sich, die Bezeichnung Junge Sozialdemokraten Sachsens in Jungsozialist(inn)en Sachsen umzuwandeln. Die LDK fand am 9. und 10. November in Plauen statt. Der Leitantrag war dem Thema Schulpolitik gewidmet. Als stellvertretenden Landesvorsitzenden wählten die Delegierten Henning Homann aus Nordsachsen. Im Juli 2003 startete das Landesprojekt "Auf die Linke Tour“. Die nächste LDK am 29. und 30. November in Leipzig war geprägt durch die Kandidat(inn)enfindung für die anstehenden Landtagswahlen. Sowohl Thomas Jurk als auch Constanze Krehl, die beide als Spitzenkandidat/in antreten wollten, hielten Reden auf dieser LDK. Im kommenden Jahr konnte sich Thomas Jurk auf der Landeswahlkonferenz in Döbeln durchsetzen. Auch ein neuer Landesvorstand wurde gewählt. Vorsitzender blieb Martin Dulig. Holger Mann wurde sein Stellvertreter. Das Jahr 2004 war geprägt vom Landtagswahlkampf in dem wir insbesondere auf die Gefahr durch Nazis und die NPD hinwiesen. Im Dezember 2004 fand die nächste LDK in Chemnitz statt. Das Leitthema war Genderpolitik. Holger Mann aus Leipzig wurde nachdem Martin Dulig in den Landtag gewählt worden war, neuer Vorsitzenden. Seine Stellvertreter/innen waren Gudrun Hoffmann und Sebastian Vogel aus Dresden. Höhepunkt des Jahres 2005 war der Bundeskongress vom 10. bis 12. Juni in Leipzig bei dem die sächsischen Jusos mit Projekten, wie der Stiftung demokratische Kultur , einem selbstbewußten Auftreten und einer phänomenalen Party im Bundesverband zurückmeldeten. Zudem prägte der Verband mit Materialien (http://www.jusos-sachsen.de/index.php/juso-laden.html) und jungen Teams den in diesem Jahr unverhofft zu führenden Bundestagswahlkampf. Die LDK 2005 fand am 26. und 27. November in Görlitz zum Thema Patriotismuskritik und europäischen Perspektiven statt. Das Jahr 2006 war geprägt durch eine Programmdiskussion mit regionalen Foren und Programmwochenenden. Auf der Vollversammlung der sächsischen Jusos mit der folgenden LDK am 25. bzw. 26. November in Dresden wurde mit breiter Mehrheit das "Dresdner Programm" beschlossen. Im Jahr 2007 widmete sich der Landesverband verstärkt dem Thema Rechtsextremismus und verbreiterte sein Veranstaltungsangebot. Erstmals wurde in Dresden ein Verbandstag gestaltet, der sich dem Thema Umwelt und Energie widmete. Die Mitgliederzahlen der Jusos überstiegen die der Jungen Union in Sachsen.Wir brachten uns intensiv in die Diskussion zum Hamburger Programm ein. Zudem gelang es der Dresdnerin Gudrun Hoffmann auf dem Bundeskongress in Wolfsburg als Stellvertreterin in den Juso-Bundesvorstand gewählt zu werden, die sich dort verstärkt dem Themenfeld Innenpolitik widmete. Auf der LDK in Oschatz wurde der Landesvorstand bestehend aus Holger Mann (Leipzig-Borna - Vorsitzender), Sebastian Vogel (Erzgebirge - stellv. Vorsitzender), Manuela Hohlfeld (Neiße - stellv. Vorsitzende), Tino Bucksch (Leipzig), Marc Dietzschkau (Chemnitz), Juliane Pfeil (Vogtland) und bis August 2008 Susanne Büchtung (Leipzig-Borna), ab November Daniela Seyffert (Stadt Leipzig) gewählt. Das Jahr 2008 brachte einen Rekord an Veranstaltungen und eine weitere Professionalisierung an Öffentlichkeitsarbeit (Newsletter) und Kommunikation. Zudem wurde die Verbandsstruktur an die der neuen 13 Landkreise angeglichen. Im späten Herbst fand in Plauen ein Verbandstag zu Wirtschaft und Arbeit, sowie eine LDK statt. Die Jusos lehnten u.a. eine Vor-Festlegung in der Koalitionsfrage ab und positionierten sich in der Extremismus-Debatte.
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Uns Jusos gibt es nicht erst seit heute - ganz im Gegenteil. Die Geschichte der Bewegung, aus der wir kommen - der sozialistischen Jugendbewegung - ist fast so alt wie das 20. Jahrhundert. Eigentlich noch älter, denn als Mitte des 19. Jahrhunderts Arbeiter und Arbeiterinnen überall auf der Welt beschlossen, selbst etwas gegen ihre unerträgliche Lebenssituation und das kapitalistische System, das diese verursacht und sich daran bereichert, zu unternehmen, waren auch Jugendliche mit von der Partie.