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AküLex & Glossar PDF Drucken E-Mail
Montag, 21. Juni 2010

AküLex

Viele Jusos haben die furchtbare Angewohnheit, permanent mit Abkürzungen um sich zu schmeißen. Deswegen findest du hier im AküLex (Abkürzungslexikon) die wichtigsten Abkürzungen im Juso-Alltag. (Die Abkürzungen die mit einem * markiert sind werden im Glossar unten noch ausführlich erläutert)es kommt selten vo

A 1 - Antrag Nr. 1 (usw.)
AfA - Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmer(innen)fragen in der SPD
AfB - Arbeitsgemeinschaft für Bildungs in der SPD
AG 60plus - Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Senior(inn)en
AG - Arbeitsgemeinschaft* oder Arbeitsgruppe
AGS - Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen in der SPD
AK - Arbeitskreis*
ASF - Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen
ASG - Arbeitsgemeinschaft von Sozialdemokrat(inn)en im Gesundheitswesen
ASJ - Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Jurist(inn)en
BA - Bundesausschuss*
BPT - Bundesparteitag (der SPD)*
BTW - Bundestagswahl
BuKo - Bundeskongress*
BuVo - Bundesvorstand*
DGB - Deutscher Gewerkschaftsbund
ECOSY - European Community Organisation of Socialist Youth*
FES - Friedrich-Ebert-Stiftung
GF - Geschäftsführender Vorstand*
GO - Geschäftsordnung*
GuGs - Genossinnen und Genossen (Anrede)
HSG - (Juso-)Hochschulgruppe*, s. auch JHG
I1 - Initiativantrag* Nr. 1 (usw.)
IGM - Industriegewerkschaft Metall
JHG - Juso-Hochschulgruppe
Jusos - Arbeitsgemeinschaft* der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD
LA - Landesausschuss*
LaVo - (meist: Juso-) Landesvorstand*
LDK - Landesdelegiertenkonferenz*
LTW - Landtagswahl
LupDem- "Lupenreiner Demokrat, der aktuelle Titel des Newsletters der Jusos Sachsen
MdB - Mitglied des Bundestages
MdEP - Mitglied des Europäischen Parlaments
MdL - Mitglied des Landtages
MPZK - Mandatsprüfungs- und Zählkomission*
NL - Newsletter der Jusos Sachsen, s. auch LupDem
PM - Pressemitteilung
PV - (Bundes-) Parteivorstand
OV - (SPD-) Ortsverein*
OVV - (SPD-) Ortsvereinsvorstand
SGK - Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik*
SJD - Sozialistische Jugend Deutschlands - Die Falken*
SPD - Sozialdemokratische Partei Deutschland
SPE - Sozialdemokratische Partei Europas
TO - Tagesordnung*
TOP - Tagesordnungspunkt*
UB - Unterbezirk*
UBV - (meist: SPD-) Unterbezirksvorstand
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaften
VV - (meist: Juso-Unterbezirks-) Vollversammlung*
WK - Wahlkreis

 

Glossar wichtiger Begriffe

Arbeitsgemeinschaft (AG): "Arbeitsgemeinschaft" hat bei den Jusos zwei verschiedenen Bedeutungen: 1. sind AGs Untergliederungen der SPD, die entweder bestimmte Themen (z.B. AG für Bildung) oder Gruppen (Jusos, AG 60plus, AG sozialdemokratischer Frauen) betreuen. Die AGs sind genau wie der Rest der Partei von "vor Ort" bis zur Bundesebene durchorganisiert - im Fall der Jusos sogar international in ECOSY und IUSY. Sie bilden eigene Standpunkte, die sich von denen der Rest-SPD unterscheiden können, und werben für ihre Positionen innerhalb und außerhalb der Partei. Die AG der Jusos ist die einzige Gliederung der SPD, in der Nicht-SPD-Mitglieder mit vollem Stimmrecht mitarbeiten dürfen. 2. ist eine "örtliche AG" die kleinste räumliche Organisationseinheit der Jusos. Der Juso-Stadtverband Leipzig besteht aus der Stadt Leipzig. Wenn wir wollten, könnten wir den Stadtverband in mehrere AGs aufteilen, die dann eigene Juso-Gruppen wären. Praktisch macht das natürlich wenig Sinn.

Arbeitskreis (AK): Eine Gruppe, der das Bearbeiten eines Themenkomplexes anvertraut wird. Bei den Jusos Leipzig haben die AKs Außenvertretungsrecht, d.h. sie können ihre erarbeiteten Standpunkte nach außen vertreten, beispielsweise mit Aktionen oder Pressemitteilungen.

Bundesausschuss der Jusos (BA): Der Bundesausschuss setzt sich aus je einer/einem Vertreter/in aus jedem Juso-Bezirk zusammen und ist das politisch beratende Gremium des Juso-Bundesvorstandes. Er ist vor Beschlüssen über grundlegende politische und organisatorische Entscheidungen zu hören. Der Bundesausschuss hat die Aufgabe, Grundsatzbeschlüsse des Bundeskongresses für die politische Arbeit zu konkretisieren und Handlungsmodelle zu erarbeiten.

Bundeskongress der Jusos (BuKo): Der Bundeskongress findet wenigstens einmal im Jahr statt. Er ist das oberste Beschlussgremium der Jusos in der SPD. Die 300 Delegierten aus den Landes- und Bezirksverbänden beraten und beschließen die gestellten Anträge und wählen aller zwei Jahre den Bundesvorstand und die/den Bundesgeschäftsführer/in. Außerdem kontrolliert der Bundeskongress die Arbeit des Bundesvorstandes und des Bundesausschusses.

Bundesparteitag (BPT): Oberstes Organ der SPD ist der Bundesparteitag, der alle zwei Jahre stattfindet. Stimmberechtigt sind dort die von den Bezirken gewählten Delegierten und die Mitglieder des Parteivorstandes: die/der Vorsitzende, ihre/seine vier Stellvertreter/innen, die/der Generalsekretär/in, die/der Schatzmeister/in, die/der Verantwortliche für die Europäische Union und die Beisitzer/innen. Dieses 45köpfige Gremium führt die Partei. Aus dem Parteivorstand wird ein geschäftsführender Vorstand gewählt, das Präsidium (17 Mitglieder). Vor wichtigen Beschlüssen des Vorstandes ist der "kleine Parteitag", der Parteirat, zu hören. Dieser besteht aus 110 Delegierten der Bezirke und Landesverbände sowie aus beratenden Mitgliedern aus SPD-Landtagsfraktionen, sozialdemokratischen Landesregierungen und Abgeordneten des Europaparlaments.

Bundesvorstand der Jusos (BuVo): Der Bundesvorstand hat die Aufgabe, die Beschlüsse des Bundeskongresses auszuführen. Des weiteren erledigt er die laufenden Geschäfte und vertritt die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der Öffentlichkeit. Der Bundesvorstand besteht aus dem/der Bundesvorsitzenden, dem/der BundesgeschäftsführerIn, sowie acht Stellvertreterinnen und Stellvertreter. Alle Mitglieder des Bundesvorstandes werden auf die Dauer von zwei Jahre vom Bundeskongress gewählt. Darüber hinaus kooptiert der Bundesvorstand nach Bedarf weitere Mitglieder.

Delegierte: Abgeordnete einer Gliederung (z.B. Arbeitsgemeinschaft, Unterbezirk, Bezirk) zu einer übergeordneten Konferenz oder Versammlung.

ECOSY (European Community Organisation of Socialist Youth): Am 9. November 1992 in Den Haag gegründeter Dachverband der sozialdemokratischen und sozialistischen Jugendorganisationen in der EU, den zentral- und osteuropäischen Ländern, sowie in den Mittelmeerländern. Die Jusos sind hier natürlich Mitglied.

Falken: siehe SJD - Die Falken

Flügel: Politische Strömungen innerhalb einer politischen Organisation mit unterschiedlichen Ansätzen oder politischen Überzeugungen.

Funktionär/in: Hauptamtliche (Sekretär/in, Geschäftsführer/in) oder ehrenamtliche (Vorstandsmitglieder) Funktionsträger/innen der Partei nennt man "Funktionäre".

Geschäftsführender Vorstand (GF): Der Kernvorstand (Vorsitzende/r, stellvertretende/r Vorsitzende/r, Schatzmeister/in, Schriftführer/in) bereitet die Arbeit des Vorstandes vor und organisiert den laufenden Geschäftsbetrieb. Die Leipziger Jusos haben keinen GF, wohl aber die hiesige SPD.

Geschäftsordnung (GO): Die Geschäftsordnung ist eine Sammlung von Vorschriften für den Ablauf von Versammlungen, Vorstandssitzungen oder Konferenzen. Sie ist ein Mittel, einen geordneten Ablauf einer Konferenz oder Sitzung zu gewährleisten.

Geschäftsordnungsantrag (GO-Antrag): Antrag zum Verfahren; er richtet sich nicht auf die Entscheidung in einer Sache, sondern auf die Regelung der Verfahrensweise. Er wird mündlich durch den Zuruf zur "Geschäftsordnung" bzw. durch Handzeichen mit beiden Armen vorgebracht. Folgende Hauptformen sind wichtig: Antrag auf ...

  • Vertagung des Verhandlungsgegenstandes
  • Vertagung der Versammlung
  • Absetzung des Verhandlungsgegenstandes von der Tagesordnung
  • Verzicht auf Aussprache
  • Schluss der Debatte
  • Schluss der Redeliste
  • Festlegung der Redezeiten
  • Verweisung an einen Ausschuss

"Graue Eminenz": Im Hintergrund bleibende Persönlichkeit, die in einem Vorstand ein gewichtiges Wörtchen mitredet, ohne hierfür legitimiert worden zu sein. Meistens "alte Hasen", die ihr Amt, aber nicht ihren Einfluss abgelegt haben. (Die hohe Kunst besteht darin, die Alten in die Arbeit einzubinden, ohne die Neuen zu frustrieren.)

Initiativantrag: Antrag, der nicht mit den Fristen der Einberufung einer Versammlung oder Konferenz vorgelegt worden ist. Initiativanträge sind ausschließlich Anträge, deren Inhalt sich mit wichtigen Themen befasst, die erst nach dem Zeitpunkt des Antragsschlusses politische oder inhaltliche Relevanz erhalten haben.Die Geschäftsordnung legt meistens fest, von wie vielen Versammlungsteilnehmer(inne)n der Antrag unterstützt werden muss, damit er behandelt werden kann. In Ortsvereinen gibt es in der Regel keine Antragsfristen. Anträge können dort von jedem Mitglied gestellt werden.

International Union of Socialist Youth (IUSY): Dachverband der sozialistischen und sozialdemokratischen Jugendverbänden auf internationaler Ebene. Und natürlich sind die Jusos dort Mitglied.

Juso-Hochschulgruppe (JHG): Die JHGs sind eigenständige Juso-Gruppen an Hochschulen und Universitäten. Sie beschäftigen sich natürlich mit Hochschulpolitik, aber auch mit allen anderen Themengebieten, die ihre Mitglieder interessieren. Wie bei den "normalen" Jusos kann jede/r - unabhängig von einer SPD-Mitgliedschaft - bei einer JHG mitarbeiten. Die vermutlich beste politische Hochschulgruppe der Welt ist die JHG Leipzig .

Kooptierung: Als Kooptierung bezeichnet man die Möglichkeit von Vorständen, sich weitere Mitglieder zuzuwählen. Diese haben im Gegensatz zu den von der betreffenden Versammlung gewählten Mitgliedern ausschließlich beratende Funktion, d.h. sie können mitreden, aber nicht mit abstimmen. Kooptierungen machen dann Sinn, wenn es darum geht, Leute mit besonderer Sachkenntnis oder Vertreter/innen befreundeter Organisationen in die laufende Vorstandsarbeit zu integrieren.

Kumulieren: Im Kommunalwahlrecht vieler Bundesländer haben die Wähler/innen mehrere Stimmen. Es ist dann möglich ihre/seine Stimmen auf mehrere Kandidat(inn)en (auch aus verschiedenen Listen) zu verteilen. Man spricht dann vom Panaschieren. Daneben ist es dann auch möglich mehrere Stimmen auf eine/n Kandidatin/en zu versammeln. Man spricht dann vom Häufeln oder Kumulieren.

(Juso-) Landesausschuss (LA): Der einfache LA der Jusos Sachsen setzt sich aus je einem Vorstandsmitglied aus den Juso-Unterbezirken zusammen und dient der Kommunikation zwischen Unterbezirken und Landesvorstand. Der erweiterte LA hat zusätzlich zwölf Delegierte aus ganz Sachsen und ist dafür verantwortlich, Anträge zu beraten, die bei der Landesdelegiertenkonferenz aus Zeitgründen nicht geschafft wurden.

(Juso-) Landesdelegiertenkonferenz (LDK): Die Landesdelegiertenkonferenz ist das oberste Beschlussgremium der Jusos auf Landesebene. Die sächsischen Unterbezirke delegieren entsprechend ihrer Mitgliederzahl eine unterschiedliche Zahl von Delegierten - Leipzig ist der größte Unterbezirk und entsendet 17 Delegierte, insgesamt sind es 85. Dazu kann jede JHG  einen Delegierten schicken, der ebenso Stimm- und Antragsrecht hat.

(Juso-) Landesvorstand (LaVo): Der LaVo wird auf der Landesdelegiertenkonferenz für zwei Jahre gewählt. Ihm gehören in Sachsen die/der Vorsitzende, zwei Stellvertretende Vorsitzende und sechs Beisitzer/innen an. Der LaVo setzt die Beschlüsse der Landesdelegiertenkonferenz um, insbesondere das Arbeitsprogramm, und vertritt die Jusos Sachsen nach außen.

Mandat: Auftrag, Vollmacht, insbesondere zur Vertretung der Wähler/innen und zur Teilnahme an Konferenzen.

Mandatsprüfungs- und Zählkomission (MPZK): Am Anfang von Versammlungen und Konferenzen wird eine MPZK gewählt. Diese stellt fest, wie viele Stimmberechtigte anwesend sind, zählt alle Wahlen (die sind bei der SPD immer geheim, also mit Stimmzettel) aus und gibt die Wahlergebnisse bekannt.

Ortsverein (OV): Der Ortsverein ist das "Herzstück" der SPD - ihre organisatorische Grundeinheit innerhalb der SPD. Die bundesweit über 500.000 SPD-Mitglieder sind in gut 12.500 Ortsvereinen organisiert. Die zentrale Aufgabe ist jedes OV ist es, den Kontakt zu den Bürger(inne)n im Stadtteil zu pflegen. Im Ortsverein kann jedes Mitglied an der politischen Willensbildung und den Wahlen teilnehmen. Die Ortsvereine haben das Recht Anträge an alle übergeordneten Parteigliederungen bis hin zum Bundesparteitag zu stellen. Der Ortsverein wird von einem Vorstand geleitet.

Panaschieren: siehe Kumulieren

Parteitag: Parteitage sind Konferenzen der Partei, die höchsten Organe der Partei auf den verschiedenen Gliederungsebenen (Bundes-, Landes, Unterbezirksparteitag).

Parteiordnungsverfahren (PO): Die in der Satzung der Partei vorgesehenen Mittel, parteischädigendes Verhalten zu ahnden. Die schärfsten Sanktionsmöglichkeiten sind das zeitlich befristete Funktionsverbot und der Parteiausschluss. Entscheidungsgremien sind die Schiedskommissionen.

Protokoll: Eine schriftliche Zusammenfassung der Ergebnisse von Versammlungen, Konferenzen oder Sitzungen. Ein Protokoll enthält mindestens: Ort, Zeit, Namen bzw. Zahl der Teilnehmer/innen, Anträge und Beschlüsse, Abstimmungs- und Wahlergebnisse.

Quorum: Die zur Beschlussfassung nötige Zahl von Mitgliedern auf Versammlungen, Konferenzen oder Sitzungen.

Quote: Die "Quote" ist ein Instrument zur Umsetzung der Gleichstellung von Frauen und Männern in der SPD und bei den Jusos. Sie ist sehr sinnvoll, allerdings nur, wenn sie in ein nicht-sexistisches Umfeld eingebettet ist: Bei innerparteilichen Wahlen müssen innerhalb der SPD beide Geschlechter mit je mindestens 40% berücksichtigt werden, insofern mindestens so viele Kandidat(inn)en antreten. Bei den Jusos gilt konsequenter Weise keine Geschlechter-, sondern die Frauenquote (schließlich müssen Männer in der Politik nicht besonders gefördert werden!): Mindestens 40% Frauen sind bei Wahlen zu berücksichtigen, d.h. sie bekommen auch dann die Plätze, wenn Männer mehr Stimmen bekommen haben. In Sachsen gilt die "weiche" Quote: Treten nicht genügend Frauen an, dann können mehr als 60% Männer gewählt werden. Auf Bundesebene (und damit auch für die sächsische Delegation zum Bundeskongress) gilt die "harte" Quote: Treten nicht genügend Frauen an, können auch nicht mehr Männer gewählt werden, diese Plätze bleiben vakant.

Richtlinien: Zusammenfassung der bindenden Bestimmungen für die Arbeit einer SPD-Arbeitsgemeinschaft, also auch für die Jusos. Dabei gelten immer die Richtlinien der unteren und die der höheren Gliederungen, für die Jusos Leipzig also die Richtlinien der Bundesjusos, der Jusos Sachsen und der Jusos Leipzig-Borna. Die "höhere" Richtlinie geht im Falle eines Widerspruches automatisch vor. (s. Dokumente )

Schiedskommission: Schiedskommissionen sind die "Gerichte" der Partei. Sie entscheiden auf Antrag über Parteiordnungsverfahren. Daneben sind Schiedskommissionen noch für Wahlanfechtungen und Fragen der Satzungsauslegung zuständig.

Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik e.V. (SGK): Nahezu alle kommunalen Mandatsträger mit SPD-Parteibuch sind hier Mitglied. Die SGK organisiert u.a. Bildungsveranstaltungen für (angehende) Kommunalpolitiker/innen.

SJD - Die Falken: Die "Sozialistische Jugend Deutschlands - Die Falken " (oder: Falken) sind ein Kinder- und Jugendverband, der der Sozialdemokratie nahe steht. Die Falken Sachsen sind vor allem für ihr jährliches "KidsCamp" bekannt - ein Ferienlager für Kinder und Jugendliche von 7 bis 15 Jahren.

Tagesordnung (TO): Reihenfolge der Themen oder Punkte, die auf einer Sitzung, Versammlung oder Konferenz behandelt werden. Die Tagesordnung wird am Anfang der Treffen diskutiert und beschlossen.

Tagesordnungspunkt (TOP): Ein Punkt, der in der Tagesordnung auftaucht, also beispielsweise "TOP 5: Kommunalwahlkampf".

Unterbezirk (UB): Historisch gewachsene Bezeichnung für eine SPD-Gliederungsebene. In Sachsen gibt es 13 UBs, die die zehn  Landkreise oder drei kreisfreien Städte umfassen. Die Unterbezirke bezeichnen sich wahlweise als Stadt- oder Kreisverband.  Der Unterbezirk Leipzig nennt sich Stadtverband Leipzig, umfasst die kreisfreie Stadt Leipzig und - ist mit knapp 1.000 SPD-Mitgliedern der größte. Entsprechend dieser SPD-Struktur gibt es auch den Juso- Stadtverband Leipzig, auf dessen Internetseite du gerade schmökerst. ;-)

(SPD-) Unterbezirksvorstand (UBV): Der UBV wird vom UB-Parteitag aller zwei Jahre gewählt und mit der Durchführung der Politik und Parteiarbeit beauftragt. Beratend (also mit Rede-, aber ohne Stimmrecht) können die Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaften teilnehmen, also auch die/der Juso-Vorsitzende.  Im Stadtverband Leipzig heißt der UBV Stadtvorstand.

Vollversammlung (VV): Zu einer Vollversammlung werden alle SPD- oder Juso-Mitglieder im Wohngebiet eingeladen - alle haben volles Stimmrecht. Als VV werden beispielsweise die Wahlen der SPD-Direktkandidat(inn)en für Landtag und Bundestag in den entsprechenden Wahlkreisen und die jährliche Juso-Unterbezirkskonferenz abgehalten.

Vorwärts: Der Vorwärts ist die Parteizeitung der SPD, die an alle Mitglieder verschickt wird. Ihr Motto ist "politisch, parteilich, progressiv" - wie progressiv sie ist, muss jede/r Leser/in selbst entscheiden.